Donnerstag, Juni 17, 2021
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Kältedämmung im Schiffbau

Auch auf hoher See sorgen technische Installationen für eine temperierte Raumluft, warmes und kaltes Trinkwasser, Entsorgung des Abwassers, der Kühlung von Lebensmitteln und Bereitstellung von Getränken. Rund 52.000 Rohrleitungen mit einer Gesamtlänge von 400.000 m werden auf einem Kreuzfahrtschiff verlegt. Das entspricht der Strecke Hamburg – Frankfurt/M. Werden diese Leitungen und Anlagenteile nicht professionell gedämmt, entstehen enorme Energieverluste und auf kaltgehenden Anlagen kann es zur Tauwasserbildung mit erheblichen Folgekosten kommen. Zur Dämmung kältetechnischer Anlagen haben sich auch im Schiffbau seit Jahrzehnten flexible elastomere Dämmstoffe bewährt.

Für Schiffe gelten strenge Anforderungen an Brandverhalten, Rauchentwicklung und Toxizität der eingesetzten Materialien und Bauteile. Grundsätzlich dürfen nur nicht brennbare Dämmstoffe eingesetzt werden. Eine Ausnahme bilden jedoch Dämmstoffe für Kühlsysteme und Kaltwasserleitungen von Klimaanlagen (SOLAS-Kapitel II-2 und HSC-Code – 5.3.1.1). Zur Dämmung dieser kältetechnischen Anlagen können nach FTP-Code 2010, Teil 5 auch schwer entflammbare Materialien verwendet werden. Die anzuwendenden Brandprüfverfahren sind ebenfalls im FTP-Code definiert. Der Flammenausbreitungstest nach ISO 5658-2 wird in FTP-Code, Teil 5 beschrieben und die Prüfung der Rauchentwicklung und Toxizität erfolgt in der Rauchkammer nach ISO 5659-2 und ist in FTP-Code, Teil 2 beschrieben.

Erhöhtes Korrosionsrisiko auf See
Um eine angenehme Raumtemperatur auf Passagierschiffen zu gewährleisten, laufen Klimaanlagen auf Hochtouren. Zugleich entfeuchten und entsalzen sie die feuchte Seeluft. Aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit ist das Risiko des Feuchteeintrags auf hoher See ungleich höher als an Land. Wenn Feuchtigkeit in die Dämmung dringt, steigen die Energieverluste, können Schimmelpilze wachsen, Korrosionsschäden sowie hohe Reparatur- und Folgekosten entstehen. Die Dämmwirkung nimmt rapide ab und auf lange Sicht gesehen verliert der Dämmstoff seine Funktion.

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