Mittwoch, August 12, 2020
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COVID-19 Umfrage – Stabile Auftragslage aber …

COVID-19 Stabile Auftragslage und gut informiert, doch es wird schwieriger

Kurzarbeit im Isolierhandwerk war bisher nicht nötig, denn die Corona-Krise hat bis heute nur geringe Einbußen und Einschränkungen hervorgerufen. Kurze Ausfälle konnten durch Urlaub und Überstunden aufgefangen werden. Doch an diese Stabilität der Auftragslage wird in der Branche nicht dauerhaft geglaubt. Dafür sehen sich deutsche Fachunternehmen durch Verbände und Politik in der Krise gut informiert. Dies geht aus einer exklusiven Umfrage von Isolierer.net hervor. Befragt wurden deutschlandweit Inhaber von acht Unternehmen mit einer unterschiedlichen Größe von vier bis 35 Beschäftigten. Kernpunkte der Umfrage waren die derzeitige Auftragslage, Zukunftsperspektiven und welche Einschränkungen in Bezug auf Ausfälle und die Einhaltung von Infektionsschutzmaßnahmen zu bewältigen sind.

Zum momentanen Stand ist die Auftragslage laut Umfrageergebnis bei allen Unternehmen noch gleichbleibend. Wobei 75 Prozent die Betonung auf das Wort „noch“ legen. Denn der überwiegende Teil der Befragten sieht zukünftig Auftragseinbußen auf sein Unternehmen zukommen. Zwar nicht im laufenden Jahr, aber auf längere Zeit gesehen. Wie Walter Baum erläutert, lebt seine GmbH bisher noch von den Überhängen aus 2019, Neuaufträge kämen nur schleppend rein. Nach seiner Einschätzung wird sich die Lage in naher Zukunft weiter verschlechtern, da Hausverwaltungen keine Beschlüsse fassen und Betriebe, wie zum Beispiel Brauereien, selbst große Einbußen haben und sich zurückhalten werden. Auch sonstige Bauvorhaben würden wohl verschoben und daher werde es erst aufwärts gehen, wenn Corona beherrschbar ist. Ebenso sehen es Ralf Sommerlatt, der in seiner Firma Sommerlatt Isolierungen fünf Mitarbeiter beschäftigt und auch Adam Szymczak von der Friedel Ricken GmbH mit 16 Angestellten. Beide gehen davon aus, dass Corona auch weit über das Jahr 2020 noch zu spüren sein wird. Diese Einschätzung zur Zukunftslage teilen bis auf ein Unternehmen alle Befragten.

Einschränkungen sind vertretbar
Bis auf anfängliche Einzelfälle, wie einer Quarantäneanordnung oder wenigen Mitarbeitern, die wegen der fehlenden Kinderbetreuung ausfielen, sind bei den teilnehmenden Unternehmen alle Beschäftigten im Einsatz. Auch bei der Auftragsausführung gibt es aktuell nur geringe Einschränkungen. So werden gebietsweise, wie zum Beispiel im medizinischen Bereich, Aufträge nach hinten verschoben. Zwei Firmen hatten allerdings zu Beginn der Pandemie Schwierigkeiten mit der Abarbeitung der laufenden Aufträge. Wie bei Steffi Maier-Straubmüller, Geschäftsführerin der Straubmüller Jun. Isoliertechnik GmbH, die ihre Auftragsgebiete in Frankreich zeitversetzt erledigen musste und deren zehn Mitarbeiter als Grenzgänger mit längeren Anreisewegen und Staus zu kämpfen hatten. Auch einem Unternehmen aus Münsterland mit seinen 20 Arbeitnehmern machten die Einschränkungen durch die weggefallene Erreichbarkeit der norddeutschen Inseln Probleme. Durch die Aufhebung einiger Beschränkungen hat sich die Lage nun allerdings wieder entspannt.
Ganz unterschiedlich handhaben die an der Umfrage beteiligten Firmen jedoch die Umsetzung von Infektionsschutzmaßnahmen. Bis auf eine Ausnahme gilt: je höher die Mitarbeiterzahl, desto aufwendiger die Schutzmaßnahmen. So mussten kleinere Unternehmen, wie die Thomas Schlegel Isoliertechnik Nordhausen mit vier Mitarbeitern, außer dem Tragen von Schutzmasken und normaler Hygienepflicht keine weiteren Veränderungen umsetzten. Vier der befragten Unternehmer haben allerdings umfangreichere Maßnahmen getroffen. Angegeben wurden hier Aktionen, wie das Einziehen von Trennwänden in Büro- und Betriebsbereichen oder die Aufteilung der Belegschaft in Heim- und Büroarbeit. Im Arbeitsumfeld der Monteure gaben die Verantwortlichen an, versetzte Lade- und Anfangszeiten eingerichtet zu haben und Montagewagen nur noch mit zwei Personen zu besetzen.

Einigkeit gibt es dafür bei der Frage nach der Zufriedenheit des Informationsflusses. Alle befragten Unternehmen des Isolierhandwerks sehen sich ausreichend und zufriedenstellend informiert. Zwei der Befragten gaben an, für ihren Geschmack fast zu viele und unter anderem doppelte Informationen durch Verbände und Kammern bekommen zu haben. Über den Informationsfluss und die Unterstützung auf politischer Ebene möchte allerdings keiner der Umfrageteilnehmer klagen.

Immer auf dem Laufenden – mit isolierer.net

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